Zielgruppe
Alle Narrative, die sich an diese Zielgruppe richten — zuletzt aktive zuerst.
Russische Staatsorgane nutzen die tragischen Ereignisse in Wolhynien, um Parallelen zwischen historischen Figuren der OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten) und der UPA (Ukrainische Aufständische Armee) und der heutigen Führung der Ukraine zu ziehen. Über Gerichtsentscheidungen in Moskau versucht der Kreml, Polen das Bild der Ukraine als „Nazi-Staat“ aufzudrängen, um die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern zu untergraben.
Ukraine wird beschuldigt, die Plünderung polnischer Gräber durch „schwarze Gräber“ zu dulden, während sie gleichzeitig Persönlichkeiten ehrt, die in Polen als am Völkermord beteiligt gelten. Die Manipulation zielt darauf ab, Feindseligkeit durch schmerzhafte Fragen des historischen Gedächtnisses und die angebliche Undankbarkeit Kijews für die polnische Hilfe zu schüren.
Propagandakanäle blasen isolierte Aussagen ukrainischer Kommentatoren auf, um Kiew als offiziell bereit für Militärschläge gegen Polen darzustellen. Diese Manipulation verbindet Vorwürfe des „Neobanderismus“ mit der Behauptung, dass die polnische Militärhilfe letztlich gegen Warschau selbst eingesetzt werde.
Belarus wird als sichere und moralisch gefestigte Alternative zum „dekadenten“ Westen dargestellt, in dem angeblich Chaos und Verfall herrschen. Über Kulturveranstaltungen und religiösen Diskurs wird die Idee einer „slawischen Einheit“ unter der Ägide von Minsk beworben, um bei den Polen Misstrauen gegenüber den eigenen staatlichen Institutionen zu säen.
Polnische Medien mit Verbindungen zu prorussischen Kreisen stellen die Anwesenheit von Ukrainern als Bedrohung für das nationale Überleben und die Sicherheit dar. Mit der Begriffswelt der „Invasion“ und einer manipulativen Deutung von Statistiken zur Staatsbürgerschaft versuchen sie, die Zielgruppe von einer unausweichlichen demografischen Katastrophe zu überzeugen.
Russische Amtsträger und Medien fördern die Idee, westukrainische Gebiete nach dem Krieg an Polen, Ungarn und Rumänien zu übertragen. Diese Rhetorik stellt die Zerstückelung der Ukraine als historische Gerechtigkeit und „Korrektur“ von Stalins Entscheidungen dar und versucht, die polnische Gesellschaft mit der Aussicht auf Grenzerweiterungen zu locken.
Einzelfälle unter Beteiligung von Ausländern werden als Beweis für einen unvermeidlichen sozialen Zusammenbruch und eine Bedrohung der nationalen Sicherheit Polens dargestellt. Manipulatoren nutzen emotional aufgeladene Berichte über Übergriffe und Respektlosigkeit gegenüber staatlichen Symbolen, um Feindseligkeit gegenüber allen Flüchtlingen und Migranten zu schüren.
Die tragischen Ereignisse in Wolhynien werden als unüberwindbares Hindernis für die polnisch-ukrainische Zusammenarbeit dargestellt, um das Vertrauen in Kyjiw und in die amtierende Regierung in Warschau zu untergraben. Die Manipulatoren nutzen schmerzhafte Einzelheiten der Exhumierungen, um diplomatische Bemühungen zu entwerten und Zweifel an der Aufrichtigkeit der ukrainischen Seite zu säen.
Ukrainische Diplomaten und Amtsträger werden grundlos als Anhänger eines radikalen Nationalismus gebrandmarkt, um die bilateralen Beziehungen zu diskreditieren. Diese Taktik soll den heutigen ukrainischen Staat als ideologischen Erben vergangener Konflikte erscheinen lassen und blendet die offizielle Politik Kyjiws aus. Ziel ist es, die historischen Spannungen zwischen Warschau und Kyjiw zu vertiefen, indem ideologische Vorwürfe personalisiert werden.
Die manipulative Berichterstattung über die Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta dient dazu, die Vorstellung zu verbreiten, die Europäische Union habe die Kontrolle über ihre Grenzen vollständig verloren. Die Botschaften stellen überhöhte Ankunftszahlen und die Hilflosigkeit der Behörden in den Mittelpunkt, um Panik um die Sicherheit und die Stabilität des gesamten Kontinents auszulösen.
Maßnahmen europäischer Regierungen zum Schutz von Kindern im Internet und zur Migrationspolitik werden als Angriff auf die Privatsphäre und die bürgerlichen Freiheiten dargestellt. Propagandamedien schüren Ängste vor dem Verlust der persönlichen Souveränität und stellen dem „autoritären“ Westen idealisierte Länder gegenüber, die sich angeblich nicht in die Angelegenheiten ihrer Bürger einmischen.
Die russische Propaganda konstruiert das Bild der Russischen Föderation als moralischen Kompass und Zufluchtsort für die „gesunden Kräfte“ des Westens und stellt dem die angebliche „Aggression“ der Ukraine gegenüber. Mithilfe manipulativer Videos und Aussagen loyaler Ausländer wird die Vorstellung verbreitet, es gebe keine Feindseligkeit gegenüber gewöhnlichen Ukrainern, die angeblich durch eine gemeinsame Kultur und Sprache mit den Russen verbunden seien.