Was Russland im Westen über die Ukraine erzählt
Wir analysieren prorussische Medien, die sich an westliche Zielgruppen richten: welche antiukrainischen Narrative sie verbreiten, wie diese funktionieren und wie man ihnen begegnet.
Zuschreibung von „Terrorismus“ und Kriegsverbrechen gegen Zivilisten an die Ukraine
Die ukrainischen Verteidigungskräfte werden als terroristische Gruppierung dargestellt, die gezielt die Zivilbevölkerung und kritische Infrastruktur angreift. Solche Botschaften sollen die Verantwortung für humanitäre Katastrophen auf Kyjiw abwälzen und die russische Aggression als „defensive“ Maßnahme rechtfertigen.
Untergrabung der Unterstützung für die Ukraine durch das Bild „verschwendeter Hilfe“
Militärische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine wird als Verschwendung dargestellt, die den Menschen in den USA und Europa angeblich Mittel entzieht und den Krieg verlängert. Äußerungen amerikanischer und europäischer Politiker sowie Berichte westlicher Medien werden als Beleg für diese Schlussfolgerung genutzt. Ausgaben, Haushaltsstreitigkeiten und Verteidigungsbedarfe werden zur Behauptung aufgebläht, Hilfe für die Ukraine zerstöre zwangsläufig den Wohlstand der Verbündeten.
Zuschreibung der Verantwortung für die Verlängerung und Eskalation des Krieges an die westlichen Staaten
Propagandistische Medien verbreiten die These, Russland sei allein wegen der „Pläne des Westens“ zur Ausweitung des Konflikts gezwungen, die Kampfhandlungen fortzusetzen. Die Aggression Moskaus wird als erzwungene Reaktion auf die Strategie der USA und ihrer Verbündeten dargestellt, die angeblich einen „Abnutzungskrieg“ anstreben und Friedensinitiativen blockieren.
Prophezeiung des unvermeidlichen „Verrats“ an der Ukraine durch westliche Verbündete
Westliche Nationen werden als heuchlerische Akteure dargestellt, die sich darauf vorbereiten, Kyjiw aus Eigeninteresse oder Erschöpfung im Stich zu lassen. Diese Darstellung konzentriert sich auf historische Streitigkeiten und wirtschaftliche Härten als Beweis dafür, dass die Hilfe für die Ukraine für Europa „selbstmörderisch“ sei.